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Dienstag, August 12, 2008

GARDASEE FAZIT


garda_3593_web.jpg, originally uploaded by .


Ich weiss nicht genau mit was für Erwartungen ich eigentlich in diesen Urlaub gefahren bin, aber so hatte ich mir den Gardasee mit Sicherheit nicht vorgestellt.




garda_3586_web.jpg, originally uploaded by .


Zum einen muss ich sagen haben mich die Ortschaften Riva und Torbole positiv überrascht. Zumindest die Ortskerne sind viel idyllischer als ich dachte. Trotz der Hochsaison schien mir das alles nicht so wahnsinnig überlastet und auch das befürchtete Gedränge auf den Trails war so nicht eingetreten. Die Berge waren auf jeden Fall knackiger als Beithos Schilderungen aus dem Frühjahr vermuten liesen, was mich auch schon zu meinem Haupt-Kritikpunkt bringt.

Die Region war in unserer Situation nicht gerade das beste Trainingsgelände. Grundlagen schaffen, lang fahren, Kilometer machen und dabei möglichst viele Kalorien verbrennen geht im Flachen nun mal wesentlich besser als in den Bergen. Wir waren nach zwei bis drei Stunden Anstieg immer schon ordentlich bedient und mehr als den selben Berg wieder hinunter fahren war seltenst drin (ein einziges mal wurde ein kleiner zweiter Berg gefahren). Alles andere hätte bedeutet, dass man die Abfahrt auch wieder hoch fahren muss und mehr als 700 Hm waren dieses mal einfach nicht drin. Wer am Gardasee richtige Touren machen will muss auf jeden Fall schon Fitness mitbringen.

Nichts desto trotz war es eine sehr angenehme Woche. Die Unterkunft war nahezu perfekt, die Erholung kam nicht zu kurz, das biken war richtig gut und Motivation konnten wir auch jede Menge tanken. Das nächste mal pack ich den Beitho vielleicht ;-)


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Sonntag, August 10, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART04


Arco, originally uploaded by foilr.


Am darauf folgenden Tag wollten wir es locker angehen lassen. Das Knie war dank der schnellen Kühlung wieder abgeschwollen, aber ich traute dem ganzen noch nicht so richtig. Da ich am Vortag eine meiner Trinkflaschen verlor, was wir erst in Riva bemerkten, beschlossen wir zuerst einmal wieder Richtung Arco und dann in den Wald von Ceniga, wo der Sturz passierte, zu fahren.

Beitho wartete mit den Rädern am Ende der Abfahrt und ich stieg alleine den Berg hinauf. Als ich die Stelle gefunden hatte machte ich ein paar Bilder (siehe PART03) und suchte nach meiner Flasche. Ich war wohl nicht der Erste der an diesem Stein abflog, denn selbst zehn Meter die Böschung hinunter gab es einige Anzeichen für Radfahrer (Müsliriegel und weitere Flaschen).




garda_3573_web.jpg, originally uploaded by .


Es lief besser als ich dachte und nachdem Beitho und ich wieder in Torbole / Riva ankamen beschlossen wir die Ponale hoch und bis nach Biacesa di Ledro zu fahren um die andere Seite der Schlucht zu erkunden. Probleme hatte ich an diesem Tag weder mit dem Knie noch mit der Kraft (der Anstieg war dank der Serpentinen nicht zu steil). Leider war ein Großteil des Downhills zumindest ohne Federgabel nicht fahrbar. Ob diese Einschätzung an dem Sturz lag würde ich verneinen. Selbst Beitho, der nicht gestürzt war und über 100mm Federweg verfügt sprach sich noch vor mir für Schieben aus.




garda_3581_web.jpg, originally uploaded by .


Es sollte nicht die einzige (für uns) unfahrbare Strecke auf dem Weg in Richtung Pregasina bleiben. Diesen Trail (s.o.) benutzen hoffentlich nur Wanderer, denn viel mehr als auf diesem Bild zu sehen ist gibt es nicht. Kommt man von dem doch sehr schmalen Weg ab geht's locker 200 Meter tief direkt in den See. Aber ich befürchte es gibt bestimmt genug Wahnsinnige die diesen Singletrail trotzdem fahren.

Auf der letzten Abfahrt des Tages deutete sich dann schon an, was am nächsten Morgen Gewissheit sein sollte. Das Knie fing wieder an zu schmerzen und selbst die Ponale sollte am folgenden Tag schon zuviel des Guten sein. Wir beschlossen so viel wie möglich flach zu fahren, was am Gardasee schwierig ist und bis Navene nur durch unzählige, natürlich unbeleuchtete Tunnels auf der stark befahrenen Küstenstraße geht. Ab Navene gibt es zwar einen Radweg der auch direkt am See entlang führt aber aufgrund der vielen Badegäste und Fußgänger zur Hauptsaison nicht wirklich Sinn macht. Wir wechselten dann wieder auf die mittlerweile tunnellose Straße aber es ist schon komisch an den Gardasee zu fahren um dann mit dem MTB in Einerreihe auf Asphalt rumzudüsen. Anyway. Wir gingen auch so platt und waren aufgrund der Knie- und Sitzbeschwerden letztendlich auch ganz froh, dass dies der letzte Trainingstag war.


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Samstag, August 09, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART03


garda_3571-2_web, originally uploaded by .


Überschattet wurde der erste Tag nach unserem Verona-Ausflug von einem Sturz (Ja, Wim. Jetzt gibt's endlich Blut!!!).
Aber fangen wir vorne an. Da wir nicht den gleichen Fehler wie zwei Tage zuvor machen wollten suchten wir uns dieses mal eine Strecke aus, die zumindest auf den ersten fünf, sechs Kilometern flach und gemütlich war. Wir fuhren nach Torbole und von dort aus den Fluß (Sarca?) entlang bis nach Arco, eine aufgrund seiner Felsen als Kletterparadies bekannte Stadt. Der eigentliche Einstieg dort - ein Kreuzweg - war auch dieses mal nicht von schlechten Eltern. Aber ich lies es ruhig angehen und schob die ganz harte Rampe gemütlich hoch. Nicht wissend, dass dies die überwiegende Beschäftigung auf dieser Tour bleiben sollte.




garda_3565-2_web, originally uploaded by .


Mangels Tacho waren die Angaben aus dem Moser Bike Guide nur schwer zu verfolgen ("Waren das jetzt 1,7 km oder ist es der Weg dort vorne?") was uns dazu verleitete einen Trail bergauf zu gehen der schon zu Beginn schmal, steil und sehr grob war. Je länger wir liefen desto schlimmer wurde der Weg. Aus Schieben wurde Tragen, aus Laufen Klettern, bis irgendwann hinter einer Hecke ein Abhang das endgültige Ende des nicht mehr erkennbaren Weges markierte.

Zurück am oberen Ende des Kreuzweges fanden wir dann ein paar Meter bergauf doch noch den beschriebenen Weg und folgten ihm den Berg hinauf. Was folgte war wohl eine der geilsten Singletrail-Abfahrten die ich je gefahren bin und das obwohl der untere Teil nicht mehr als lustig gelten kann und mir dann kurz vor Schluss auch zu viel wurde. Während am Anfang noch leicht feuchter Waldboden mit wenig Wurzeln die Strecke ausmachte wurde es nach unten immer steiniger. Der Hang wurde immer steiler und die Brocken immer größer. Ich versuchte die Kontrolle über mein Rad zu behalten aber trotz minimalem Bremseinsatz brach das Hinterrad immer wieder seitlich aus. Als ich nach zwei Kurven und einem kleinen Absatz für den ich die Bremsen lösen musste zwei große Gesteinsbrocken vor mir auftauchen sah war der Sturz schon vorprogrammiert. Dem ersten konnte ich noch ausweichen aber das Gefälle war viel zu groß, ich konnte meinen Schwerpunkt nicht weiter nach hinten verlagern und mein Versuch das Vorderrad über den zweiten zu heben scheiterte kläglich.




garda_3569-2_web, originally uploaded by .


Ich flog über den Lenker, überschlug mich und rutschte seitlich die Böschung hinunter. Kurzer Check, noch alles dran, schnell wieder hoch klettern, aufs Rad und weiter (Beitho hatte schon gerufen). Der Rest der Abfahrt war ein Desaster, ich bin da irgendwie runter gekommen aber die Sicherheit war auf jeden Fall nicht mehr da. Unten wartete Beitho und nach einer ersten Beschreibung säuberte ich kurz das dreckverschmierte, blutende Knie. Da es schnell dicker wurde und mittlerweile auch schmerzte erklärte ich die Tour für beendet und wir rollten flach nach Riva zurück.


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Donnerstag, August 07, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART02


garda_3473_web.jpg, originally uploaded by .


Der nächste Tag sollte schon der Höhepunkt der ersten Dreier-Steigerung werden, was uns angesichts der wenigen Höhenmeter auf dem Weg zum Lago di Tenno anfänglich noch skeptisch machte. Los ging es bei Fedrigoni - der großen Firma im Vordergund - einem der besten Papierhersteller weltweit (ich arbeite hauptsächlich mit ihren Papieren), den wir dort zufällig entdeckten.

Das mit der Skepsis war dann aber auch schon nach ner viertel Stunde vorbei. Verdammt, ich hab ja nichts gegen Olivenhaine und Teer ist bei steilen Anstiegen auch ganz nett, aber DAS war dann doch zu viel für meinen Geschmack. Ich bin schon einige steile Rampen gefahren, aber das war ne verf***te Wand. Ganz am Anfang einer Tour will man natürlich nicht gleich mit schieben anfangen auch wenn man die Kurbel gerade so noch rum kriegt und der Anstieg nicht enden will. Eine schlechte Idee wie sich noch zeigen sollte ...




garda_3477_web.jpg, originally uploaded by .


Nach dem ersten Teil des Anstiegs beschloss ich die tollen Vorschläge des Moser zu ignorieren und ab sofort die Straße mit ihren relativ humanen Serpentinen zu nutzen. Nach ner Stunde war dann noch immer kein Ende in Sicht, aber Beithos Ratschläge ("Schalt doch mal leichter" - ich war schon ne Stunde im ersten Gang unterwegs) wurden immer leiser und wir erreichten endlich Pranzo.




garda_3475_web.jpg, originally uploaded by .


Blick zurück Richtung Gardasee. Verdammt warum sieht das so flach aus?




garda_3480_web.jpg, originally uploaded by .


Pranzo ist ein kleines Dorf auf dem Weg auf der Höhe von Tenno, leicht unterhalb unseres Tagesziels, dem Lago di Tenno. Da ich aber nicht wusste was uns dort oben (und schon gar nicht auf der Abfahrt) erwartet machte ich fleißigst Bilder von dem "ach so verschlafenen" Bergdörfchen... (mehr davon wie immer bei Flickr)
Und bevor ihr fragt: JA, ich wollte Zeit schinden um mich erholen zu können.

Der restliche Anstieg ging dann doch ganz gut. Der Berg wurde immer flacher und sooo lang wie Beitho beschrieben hatte zog sich die Strecke dann wieder nicht. Den eigentlichen Höhepunkt unserer Tour, den verführerisch smaragdgrünen Bergsee, müsst ihr euch jetzt denken. Da Fahrräder am See nicht erlaubt sind und wir keine Lust hatten großartig Pause zu machen fuhren wir nach kurzer Besichtigung aus der Ferne gleich weiter nach Canale di Tenno.




garda_3492_web.jpg, originally uploaded by .


Dort angekommen wussten wir auch gleich, was es mit der komischen Wegbeschreibung auf sich hatte. "Durch erstes Tor durch, nach dem zweiten Tor links halten, durch den Tunnel durch und Anstieg nach rechts. Nach 10 Meter weiteres Tor, anschließend rechts halten..."!




garda_3486_web.jpg, originally uploaded by .


Auch wenn wir einen Tag vor dem "Rustico Medioevo", dem jährlich stattfindenden Fest mit mittelaltericher Musik dort waren - die Idylle war auch so schon fast perfekt. Mal abgesehen von ein, zwei Regenrinnen hat sich in Canale in den letzten 500 Jahren auf den ersten Blick nichts verändert.

Ganz hübsch und idylllisch, aber die Belohnung für stundenlanges Bergauffahren wartete in Form einer ewig langen Serpentinen-Abfahrt vorbei an der Burg von Tenno direkt nach Riva del Garda.




garda_3497_web.jpg, originally uploaded by .


Der letzte Anstieg des Tages hinauf nach Nago und die finale Abfahrt blieben fotografisch undokumentiert. Vielleicht auch besser so. Das war mit Sicherheit mein schwächster Tag und Beitho wurde nachdem ich schon zu Beginn ganz offensichtlich Federn lassen musste nicht müde zu erwähnen wie gut er sich fühle und dass seine Beine endlich aufgegangen seien...

Und weil ich eh schon grau und noch nicht genug genervt war machte er mich mit seinem Geeiere total irre. Ständig schaltete er hoch in den dritten (der zweite geht nicht obwohl er garantiert alles richtig eingestellt hat), gab Gas, fuhr zwanzig Meter vor um sich dann locker spulend wieder einholen zu lassen. Wenn man schon seit morgens versucht irgendwie den ersten Gang zu drücken und die Kraft immer mehr nachlässt kann einem so was schon mächtig auf den Sack gehen.

Er bekam dann freie Fahrt und musste nicht mehr auf mich warten. Weiter als 20 Meter kam er trotzdem nie weg, hielt aber von nun an den Abstand und sein Tempo überraschen konstant, auch ohne den schuldigen zweiten Gang. Wie gesagt, nicht mein Tag!


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Mittwoch, August 06, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART01


garda_3448_web.jpg, originally uploaded by .


Den ersten Tag nutzten wir zur Anreise und um uns zu aklimatisieren. Am zweiten Tag vergass ich auf der Tour nach Pregasina schlicht und ergreifend meine Kamera auszupacken, weshalb ich hier mit dem dritten Tag und unserer Tour zum Lago di Ledro beginne.




garda_3578_web.jpg, originally uploaded by .


Beitho lies es wie immer eher locker angehen - 4 Zähne machen nen gewaltigen Unterschied - während ich eigentlich ab Riva schon im ersten Gang fuhr und schauen musste, dass ich die Kurbel rumkrieg.

Die langen Anstiege wie die Ponale waren nicht das Problem doch es gibt einige giftige Rampen die einem untrainierten Beirai mit ungeeigneter Übersetzung auf kurz oder lang die Kraft und Moral rauben. Meine fehlende Ortskenntnis und Beithos irritierende Kommentare zur Länge des Anstiegs (6≠4≠2) verfälschten die Bergwertung dermaßen, dass eine Wertung bei der Bergankunft nicht möglich war.




garda_3441_web.jpg, originally uploaded by .


Der See (Lago di Ledro) ist eigentlich ganz cool. Wesentlich ruhiger gelegen als der Gardasee aber mindestens genauso schön. Wir sind eine kleine Runde gefahren und machten uns dann mangels flacher Radwege wieder auf den Weg zurück nach Riva.

Während ich am Tag zuvor bei der Abfahrt noch Pausen einlegen musste (die Querrillen in den Betonwegen machten Wackelpudding aus meinen Oberarmen) lief es auf Teer und Schotter an diesem Tag wesentlich besser. Aber man muss richtig gut aufpassen. Einige Stellen der Ponale sind nicht wirklich gesichert, auf der rechten Seite geht es rund 300 Meter in die Tiefe, immer wieder taucht Gegenverkehr auf, die Spurrillen sind auch nicht ohne, der tiefe Kies in den man gerät, wenn man eine Kurve nicht sauber erwischt bremst zwar ganz gut ab aber erschwert gleichzeitig auch das Lenken. Das lässt einen dann doch eher wie Wim abfahren.


garda_3446_web.jpg, originally uploaded by .


Der Beweis für Wimson: kein dicker, schwabbelnder aufs Oberrohr hängender Bauch ;-)


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Montag, August 04, 2008

GARDASEE


garda_3590_web.jpg, originally uploaded by .


In den nächsten Tagen werden immer wieder Berichte aus unserem Urlaub am Gardasee folgen. Welcher der Gebrüder B aus B am Berg die Nase vorne hat und wer wen den Abhang runter stürzt erfahrt ihr sobald die Bilder alle hochgeladen und die Wunden alle verpflegt sind. Stay tuned!

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