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Mittwoch, Januar 28, 2009

MASH SF



Ich mag Lance wirklich nicht. Ich gehöre sogar der Gruppe "People who believe Lance Armstrong shouldn't return to cycling" in facebook an. Ich kann mir keinen uncooleren Radfahrer vorstellen als diesen arroganten, hassgetriebenen Amerikaner und über illegale Mittel zur Leistungssteigerung muss man bei ihm mit gar nicht erst reden.

Um so erstaunter war ich als ich in einer Folge von MASH SF, einem meiner Lieblings-Fixedgear-Blogs, plötzlich den damals noch pensionierten Herrn Armstrong auf nem Singlespeeder durch die Gegend radeln sah. Diese Methode der Motivationssteigerung ist zwar auch illegal, aber Herr Armstrong benutzte im Gegensatz zu den echten MASH-Mitgliedern eine Bremse ;-)

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Samstag, November 29, 2008

KEIRIN BERLIN

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Mittwoch, September 10, 2008

EUROBIKE DESIGN REVIEW


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Nachdem Beitho und ich vergangenen Samstag auf einer Hochzeit im Allgäu waren beschlossen wir auch aufgrund des miesen Wetters am folgenden Sonntag zur Eurobike nach Friedrichshafen zu fahren. Ganz so "um die Ecke" wie wir uns das vorstellten und der eine oder andere Peichl behauptet war der Bodensee natürlich nicht, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.




eurobike_3694_web.jpg, originally uploaded by .


Der große Trend (wie nur unschwer zu vermuten) war natürlich das Singlespeed- oder Fixed Gear Bike (Bahnrad). Nachdem man selbst in den doch eher rückständigen, deutschen Metropolen kaum mehr an ihnen vorbei kommt waren auch auf der Eurobike extrem viele dieser Räder zu sehen. Kaum ein großer Stand der ohne eines dieser Räder auskam und wer keine eigenen im Programm hat lieh sich welche von anderen Herstellern um sein eigenes Image aufzupolieren. Am beliebtesten waren die Bikes der Karlsruher Marke FIXIE INC aber da so viele Besucher um die sehr schön aufgebauten Räder standen war es fast unmöglich ein anständiges Bild zu machen.




eurobike_3651_web.jpg, originally uploaded by .


Doch nicht alle kamen so authentisch daher wie Charge. Besonders cool und trendy wollte wohl Specialized sein und bot gleich zwei unterschiedliche Fixies an. Die Farben sind auf jeden Fall schön und die zwei Zahnkränze am Hinterrad sind sicher auch nicht dumm. Aber erstens kann ich mit solch schwachsinnigen Pseudo-Texten wie hier auf der Kettenstrebe zu sehen gar nichts anfangen. Da baut man ein reduziertes Bike und klatscht es anschließend mit Nonsens voll. Ich mag Typo aber wer zum Henker braucht die New Yorker Taxi-Preise auf dem unteren Ende seines Unterrohrs?




eurobike_3653_web.jpg, originally uploaded by .


Und zweitens ist es doch albern einen auf Rough, Handmade und New York zu machen, wenn groß und fett der Name eines riesigen Massenherstellers aus Morgan Hill auf dem Unterrohr steht. Das hat nun wirklich nichts mehr mit den Fahrradkurrieren aus New York als Ursprung dieses Trends zu tun. Da bringt auch der auf dem Oberrohr abgedruckte New Yorker Taxi-Fahrer-Ausweis nichts, aber vielleicht reicht das dem Schnösel von der Straße damit er sich in Hannover, Heilbronn oder Düsseldorf wie in New York City fühlt. Meiner Meinung nach der Ausverkauf einer .... ach egal!




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Ähnlich pseudo-urban aber nicht halb so peinlich kam Mavic mit ihrem neuen Crossmax SX Laufradsatz daher. Florale Muster sind zwar schon seit Ewigkeiten nicht mehr hip, aber man hat sich wenigstens Mühe gegeben, was ich bei Specialized nicht erkennen konnte.




eurobike_3669_web.jpg, originally uploaded by .


In der Mode und im Design längst schon tot feierte auch die schwarz-goldene Farbkombi auf der Eurobike eine erstaunlich große Party. Ob bei Scott, Orbea, Ghost oder anderen (meist mit olympischem Edelmetall versehenen) Herstellern an dieser Sonderfarbe hatten sie alle ihren Spaß, was sich nicht nur an Bikes und Deko sondern auch an den unzähligen Slogans wie "Go for Gold" oder "Ready for Gold" widerspiegelte. Gut aussehen kann es ja trotzdem, vorallem wenn man es mit einer gekonnten Helvetica-Kreation kombiniert, wie man auf dem Dämpfer und sehr klein auch auf der Innenseite der Kettenstrebe oder der Rückseite des Sitzrohres sehen kann.




eurobike_3683_web.jpg, originally uploaded by .


Doch Gold allein macht weder glücklich noch ein tolles Design. Dass die Italiener teilweise einen sehr eigenen Geschmack haben weiss jeder, der schon einmal auf der MILAN DESIGN WEEK war. Aber was Fondriest ablieferte war wirklich erstaunlich hässlich.

Die wirklich hippen Farben fielen mir hauptsächlich bei sehr kleinen Herstellern und natürlich bei Commencal auf. Yeti ist mit seiner türkis, schwarz-weiß Kombi ebenfalls weit vorne und Bianchis Räder sind derzeit auch, aber nicht nur wegen der trendigen Farbe "Celeste" sehr gefragt was den PISTADEX weiter steigen lassen wird.




eurobike_3623_web.jpg, originally uploaded by .


Einen ungewöhnlichen Umgang mit Typo bietet auch Pinarello auf seinem Spitzenmodell Prince. Je nach Farbe steht entweder der Name des Hersteller oder der Name des Modells auf dem Unterrohr. Oder liegt es an der Ausstattung oder an der Seite? Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, der Rahmen ist auf jeden Fall der gleiche. Dass dies kein Versehen ist zeigen die Zeitfahrmaschinen, die teilweise sogar nur mit einer Abkürzung des Markennamens also nur "Pina" daherkommen.



eurobike_3624_web.jpg, originally uploaded by .


Natürlich hatte Pinarello auch das Rad des spanischen Meisters mit der gelb-roten Sonderlackierung auf ihrem Stand. Man verzichtete aber auf Grund möglicher Erklärungsnöte darauf seine Abkürzungen "Valv" oder "Piti" auf das Unterrohr zu schreiben. Das wäre ja auch zuviel des Guten, schließlich soll sein Köter keine schlafenden Hunde wecken...

Profiräder waren bei den Ausstellern allgemein sehr beliebt. Jeder Hersteller der irgendetwas mit einem Profiteam zu tun hatte wollte das möglichst individuell lackierte Rad seines Stars ausstellen (das Rosa Giro-Rad von Contador war gleich an mehreren Ständen zu sehen).




eurobike_3734_web.jpg, originally uploaded by .


Eine Besonderheit, die mir so noch nie aufgefallen war sind diverse Maskotchen wie z. B. ein Yeti oder Slogans auf dem Oberrohr. In diesem Fall "You can do it", was den Fahrer eines Simplon-Rahmens motivieren soll. Aber wenn der Kopf schon mal so tief hängt, dass der Slogan in Sichtweite gerät, ist die Typo auch nicht wirklich überzeugend (zu klein, zu feine Strichstärke und zu runde Formen).




eurobike_3689_web.jpg, originally uploaded by .


Wenig spektakulär, aber dennoch erwähnenswert: das Sunn Finest. Nicht weil sie kleine Diamanten in den Markennamen setzen (...), sondern weil sie zu den Wenigen gehören, die wissen wie man mit Typo umgehen sollte. Die Ligatur beim Modellnamen absolut top, bei s und t in einer Serifenschriften eventuell auch möglich aber kein Muss.




eurobike_3635_web.jpg, originally uploaded by .


Es gibt viele Hersteller, die die Helvetica mittlerweile ganz gut einsetzen. BMC aus der Schweiz (!) ist einer davon. Canyon hat mit Sicherheit eine der spannendsten Typos. Schade, dass ganz oben an ihrem Stand ein Buchstabe fehlte und der einzige Durchgang auf ihrem Stand so eng war, dass man kaum durch kam und kein Bild von ganzen Rädern machen konnte. Dennoch ein toller Stand.




eurobike_3746_web.jpg, originally uploaded by .


Zu meinen persönlichen Highlights gehörten die Bikes der holländischen Marke Van Nicholas. Die Modellpalette ist nicht mit denen großer Firmen zu vergleichen aber auch sie haben Singlespeeder und 29" Bikes im Angebot. Was noch viel beeindruckender ist, sind die vielen kleinen Details, die die sehr schlicht gehaltenen Titanium-Rahmen zu kleinen Schmuckstücken machen. So tauchen an den Sockeln für die Scheibenbremse, den Ausfallenden oder Sitzstreben immer wieder kleine gefräste Vs auf und selbst bei der Sattelklemmung geht man eigene Wege.




eurobike_3631_web.jpg, originally uploaded by .


Ein weiterer Favorit ist der Stand des Rohrherstellers Columbus. Einfache Holzkästen mit einfacher Auskleidung, schwarz mit weißer Typo und einer Sonderfarbe. Dazu große Schwarzweiss Fotografien.




eurobike_3628_web.jpg, originally uploaded by .


Die Kombinationen von handgezeichnetem Logo und ziemlich strenger Schrift, von offenem Holz und Neonlack sieht toll aus. Sehr klar, sehr authentisch, sehr billig und dennoch sehr schön. So einfach kann gute Gestaltung sein.


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Sonntag, August 10, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART04


Arco, originally uploaded by foilr.


Am darauf folgenden Tag wollten wir es locker angehen lassen. Das Knie war dank der schnellen Kühlung wieder abgeschwollen, aber ich traute dem ganzen noch nicht so richtig. Da ich am Vortag eine meiner Trinkflaschen verlor, was wir erst in Riva bemerkten, beschlossen wir zuerst einmal wieder Richtung Arco und dann in den Wald von Ceniga, wo der Sturz passierte, zu fahren.

Beitho wartete mit den Rädern am Ende der Abfahrt und ich stieg alleine den Berg hinauf. Als ich die Stelle gefunden hatte machte ich ein paar Bilder (siehe PART03) und suchte nach meiner Flasche. Ich war wohl nicht der Erste der an diesem Stein abflog, denn selbst zehn Meter die Böschung hinunter gab es einige Anzeichen für Radfahrer (Müsliriegel und weitere Flaschen).




garda_3573_web.jpg, originally uploaded by .


Es lief besser als ich dachte und nachdem Beitho und ich wieder in Torbole / Riva ankamen beschlossen wir die Ponale hoch und bis nach Biacesa di Ledro zu fahren um die andere Seite der Schlucht zu erkunden. Probleme hatte ich an diesem Tag weder mit dem Knie noch mit der Kraft (der Anstieg war dank der Serpentinen nicht zu steil). Leider war ein Großteil des Downhills zumindest ohne Federgabel nicht fahrbar. Ob diese Einschätzung an dem Sturz lag würde ich verneinen. Selbst Beitho, der nicht gestürzt war und über 100mm Federweg verfügt sprach sich noch vor mir für Schieben aus.




garda_3581_web.jpg, originally uploaded by .


Es sollte nicht die einzige (für uns) unfahrbare Strecke auf dem Weg in Richtung Pregasina bleiben. Diesen Trail (s.o.) benutzen hoffentlich nur Wanderer, denn viel mehr als auf diesem Bild zu sehen ist gibt es nicht. Kommt man von dem doch sehr schmalen Weg ab geht's locker 200 Meter tief direkt in den See. Aber ich befürchte es gibt bestimmt genug Wahnsinnige die diesen Singletrail trotzdem fahren.

Auf der letzten Abfahrt des Tages deutete sich dann schon an, was am nächsten Morgen Gewissheit sein sollte. Das Knie fing wieder an zu schmerzen und selbst die Ponale sollte am folgenden Tag schon zuviel des Guten sein. Wir beschlossen so viel wie möglich flach zu fahren, was am Gardasee schwierig ist und bis Navene nur durch unzählige, natürlich unbeleuchtete Tunnels auf der stark befahrenen Küstenstraße geht. Ab Navene gibt es zwar einen Radweg der auch direkt am See entlang führt aber aufgrund der vielen Badegäste und Fußgänger zur Hauptsaison nicht wirklich Sinn macht. Wir wechselten dann wieder auf die mittlerweile tunnellose Straße aber es ist schon komisch an den Gardasee zu fahren um dann mit dem MTB in Einerreihe auf Asphalt rumzudüsen. Anyway. Wir gingen auch so platt und waren aufgrund der Knie- und Sitzbeschwerden letztendlich auch ganz froh, dass dies der letzte Trainingstag war.


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Samstag, August 09, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART03


garda_3571-2_web, originally uploaded by .


Überschattet wurde der erste Tag nach unserem Verona-Ausflug von einem Sturz (Ja, Wim. Jetzt gibt's endlich Blut!!!).
Aber fangen wir vorne an. Da wir nicht den gleichen Fehler wie zwei Tage zuvor machen wollten suchten wir uns dieses mal eine Strecke aus, die zumindest auf den ersten fünf, sechs Kilometern flach und gemütlich war. Wir fuhren nach Torbole und von dort aus den Fluß (Sarca?) entlang bis nach Arco, eine aufgrund seiner Felsen als Kletterparadies bekannte Stadt. Der eigentliche Einstieg dort - ein Kreuzweg - war auch dieses mal nicht von schlechten Eltern. Aber ich lies es ruhig angehen und schob die ganz harte Rampe gemütlich hoch. Nicht wissend, dass dies die überwiegende Beschäftigung auf dieser Tour bleiben sollte.




garda_3565-2_web, originally uploaded by .


Mangels Tacho waren die Angaben aus dem Moser Bike Guide nur schwer zu verfolgen ("Waren das jetzt 1,7 km oder ist es der Weg dort vorne?") was uns dazu verleitete einen Trail bergauf zu gehen der schon zu Beginn schmal, steil und sehr grob war. Je länger wir liefen desto schlimmer wurde der Weg. Aus Schieben wurde Tragen, aus Laufen Klettern, bis irgendwann hinter einer Hecke ein Abhang das endgültige Ende des nicht mehr erkennbaren Weges markierte.

Zurück am oberen Ende des Kreuzweges fanden wir dann ein paar Meter bergauf doch noch den beschriebenen Weg und folgten ihm den Berg hinauf. Was folgte war wohl eine der geilsten Singletrail-Abfahrten die ich je gefahren bin und das obwohl der untere Teil nicht mehr als lustig gelten kann und mir dann kurz vor Schluss auch zu viel wurde. Während am Anfang noch leicht feuchter Waldboden mit wenig Wurzeln die Strecke ausmachte wurde es nach unten immer steiniger. Der Hang wurde immer steiler und die Brocken immer größer. Ich versuchte die Kontrolle über mein Rad zu behalten aber trotz minimalem Bremseinsatz brach das Hinterrad immer wieder seitlich aus. Als ich nach zwei Kurven und einem kleinen Absatz für den ich die Bremsen lösen musste zwei große Gesteinsbrocken vor mir auftauchen sah war der Sturz schon vorprogrammiert. Dem ersten konnte ich noch ausweichen aber das Gefälle war viel zu groß, ich konnte meinen Schwerpunkt nicht weiter nach hinten verlagern und mein Versuch das Vorderrad über den zweiten zu heben scheiterte kläglich.




garda_3569-2_web, originally uploaded by .


Ich flog über den Lenker, überschlug mich und rutschte seitlich die Böschung hinunter. Kurzer Check, noch alles dran, schnell wieder hoch klettern, aufs Rad und weiter (Beitho hatte schon gerufen). Der Rest der Abfahrt war ein Desaster, ich bin da irgendwie runter gekommen aber die Sicherheit war auf jeden Fall nicht mehr da. Unten wartete Beitho und nach einer ersten Beschreibung säuberte ich kurz das dreckverschmierte, blutende Knie. Da es schnell dicker wurde und mittlerweile auch schmerzte erklärte ich die Tour für beendet und wir rollten flach nach Riva zurück.


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Donnerstag, August 07, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART02


garda_3473_web.jpg, originally uploaded by .


Der nächste Tag sollte schon der Höhepunkt der ersten Dreier-Steigerung werden, was uns angesichts der wenigen Höhenmeter auf dem Weg zum Lago di Tenno anfänglich noch skeptisch machte. Los ging es bei Fedrigoni - der großen Firma im Vordergund - einem der besten Papierhersteller weltweit (ich arbeite hauptsächlich mit ihren Papieren), den wir dort zufällig entdeckten.

Das mit der Skepsis war dann aber auch schon nach ner viertel Stunde vorbei. Verdammt, ich hab ja nichts gegen Olivenhaine und Teer ist bei steilen Anstiegen auch ganz nett, aber DAS war dann doch zu viel für meinen Geschmack. Ich bin schon einige steile Rampen gefahren, aber das war ne verf***te Wand. Ganz am Anfang einer Tour will man natürlich nicht gleich mit schieben anfangen auch wenn man die Kurbel gerade so noch rum kriegt und der Anstieg nicht enden will. Eine schlechte Idee wie sich noch zeigen sollte ...




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Nach dem ersten Teil des Anstiegs beschloss ich die tollen Vorschläge des Moser zu ignorieren und ab sofort die Straße mit ihren relativ humanen Serpentinen zu nutzen. Nach ner Stunde war dann noch immer kein Ende in Sicht, aber Beithos Ratschläge ("Schalt doch mal leichter" - ich war schon ne Stunde im ersten Gang unterwegs) wurden immer leiser und wir erreichten endlich Pranzo.




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Blick zurück Richtung Gardasee. Verdammt warum sieht das so flach aus?




garda_3480_web.jpg, originally uploaded by .


Pranzo ist ein kleines Dorf auf dem Weg auf der Höhe von Tenno, leicht unterhalb unseres Tagesziels, dem Lago di Tenno. Da ich aber nicht wusste was uns dort oben (und schon gar nicht auf der Abfahrt) erwartet machte ich fleißigst Bilder von dem "ach so verschlafenen" Bergdörfchen... (mehr davon wie immer bei Flickr)
Und bevor ihr fragt: JA, ich wollte Zeit schinden um mich erholen zu können.

Der restliche Anstieg ging dann doch ganz gut. Der Berg wurde immer flacher und sooo lang wie Beitho beschrieben hatte zog sich die Strecke dann wieder nicht. Den eigentlichen Höhepunkt unserer Tour, den verführerisch smaragdgrünen Bergsee, müsst ihr euch jetzt denken. Da Fahrräder am See nicht erlaubt sind und wir keine Lust hatten großartig Pause zu machen fuhren wir nach kurzer Besichtigung aus der Ferne gleich weiter nach Canale di Tenno.




garda_3492_web.jpg, originally uploaded by .


Dort angekommen wussten wir auch gleich, was es mit der komischen Wegbeschreibung auf sich hatte. "Durch erstes Tor durch, nach dem zweiten Tor links halten, durch den Tunnel durch und Anstieg nach rechts. Nach 10 Meter weiteres Tor, anschließend rechts halten..."!




garda_3486_web.jpg, originally uploaded by .


Auch wenn wir einen Tag vor dem "Rustico Medioevo", dem jährlich stattfindenden Fest mit mittelaltericher Musik dort waren - die Idylle war auch so schon fast perfekt. Mal abgesehen von ein, zwei Regenrinnen hat sich in Canale in den letzten 500 Jahren auf den ersten Blick nichts verändert.

Ganz hübsch und idylllisch, aber die Belohnung für stundenlanges Bergauffahren wartete in Form einer ewig langen Serpentinen-Abfahrt vorbei an der Burg von Tenno direkt nach Riva del Garda.




garda_3497_web.jpg, originally uploaded by .


Der letzte Anstieg des Tages hinauf nach Nago und die finale Abfahrt blieben fotografisch undokumentiert. Vielleicht auch besser so. Das war mit Sicherheit mein schwächster Tag und Beitho wurde nachdem ich schon zu Beginn ganz offensichtlich Federn lassen musste nicht müde zu erwähnen wie gut er sich fühle und dass seine Beine endlich aufgegangen seien...

Und weil ich eh schon grau und noch nicht genug genervt war machte er mich mit seinem Geeiere total irre. Ständig schaltete er hoch in den dritten (der zweite geht nicht obwohl er garantiert alles richtig eingestellt hat), gab Gas, fuhr zwanzig Meter vor um sich dann locker spulend wieder einholen zu lassen. Wenn man schon seit morgens versucht irgendwie den ersten Gang zu drücken und die Kraft immer mehr nachlässt kann einem so was schon mächtig auf den Sack gehen.

Er bekam dann freie Fahrt und musste nicht mehr auf mich warten. Weiter als 20 Meter kam er trotzdem nie weg, hielt aber von nun an den Abstand und sein Tempo überraschen konstant, auch ohne den schuldigen zweiten Gang. Wie gesagt, nicht mein Tag!


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Mittwoch, August 06, 2008

B-TWIN WM 2008 - PART01


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Den ersten Tag nutzten wir zur Anreise und um uns zu aklimatisieren. Am zweiten Tag vergass ich auf der Tour nach Pregasina schlicht und ergreifend meine Kamera auszupacken, weshalb ich hier mit dem dritten Tag und unserer Tour zum Lago di Ledro beginne.




garda_3578_web.jpg, originally uploaded by .


Beitho lies es wie immer eher locker angehen - 4 Zähne machen nen gewaltigen Unterschied - während ich eigentlich ab Riva schon im ersten Gang fuhr und schauen musste, dass ich die Kurbel rumkrieg.

Die langen Anstiege wie die Ponale waren nicht das Problem doch es gibt einige giftige Rampen die einem untrainierten Beirai mit ungeeigneter Übersetzung auf kurz oder lang die Kraft und Moral rauben. Meine fehlende Ortskenntnis und Beithos irritierende Kommentare zur Länge des Anstiegs (6≠4≠2) verfälschten die Bergwertung dermaßen, dass eine Wertung bei der Bergankunft nicht möglich war.




garda_3441_web.jpg, originally uploaded by .


Der See (Lago di Ledro) ist eigentlich ganz cool. Wesentlich ruhiger gelegen als der Gardasee aber mindestens genauso schön. Wir sind eine kleine Runde gefahren und machten uns dann mangels flacher Radwege wieder auf den Weg zurück nach Riva.

Während ich am Tag zuvor bei der Abfahrt noch Pausen einlegen musste (die Querrillen in den Betonwegen machten Wackelpudding aus meinen Oberarmen) lief es auf Teer und Schotter an diesem Tag wesentlich besser. Aber man muss richtig gut aufpassen. Einige Stellen der Ponale sind nicht wirklich gesichert, auf der rechten Seite geht es rund 300 Meter in die Tiefe, immer wieder taucht Gegenverkehr auf, die Spurrillen sind auch nicht ohne, der tiefe Kies in den man gerät, wenn man eine Kurve nicht sauber erwischt bremst zwar ganz gut ab aber erschwert gleichzeitig auch das Lenken. Das lässt einen dann doch eher wie Wim abfahren.


garda_3446_web.jpg, originally uploaded by .


Der Beweis für Wimson: kein dicker, schwabbelnder aufs Oberrohr hängender Bauch ;-)


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Sonntag, Mai 04, 2008

MTB WORLD CUP


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Nachdem ich letzten Samstag mit dem MTB durch die umliegenden Wälder fegte beschloss ich Sonntags zum zweiten Lauf des UCI Mountain Bike World Cups in Offenburg zu fahren.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren war das Wetter dieses mal unschlagbar gut und die Strecke halbwegs trocken. Das Frauen-Rennen konnte ich noch nicht so richtig verfolgen, da ich erst nach dem Start ankam und mich erst einmal mit der Strecke vertraut machen musste (große Überraschungen waren eh nicht zu erwarten). Die hübscheren Bilder sind aber definitv bei der Damenkonkurrenz entstanden





offenburg_3411.jpg, originally uploaded by .


Auch das Rennen der Männer sollte keine Sensation beinhalten, Absalon vor Sauser - wer hätt's gedacht - aber es war doch sehr witzig mal wieder bei einem großen MTB-Rennen zu sein. Seit der WM in Kirchzarten hatte ich kein großes Rennen mehr besucht und es hat sich wirklich einiges verändert. Ich war schon ein bißchen überrascht wie glatt der Sport mittlerweile ist. Wirklich coole Typen wie einst Ned Overend sind nicht mehr zu finden. Irgendwie sehen die Jungs alle gleich aus und im Vergleich zu den Straßenfahrern gibt es auch fast keine Unterschiede mehr. Ganz im Gegenteil, schaut man sich Absalon und Zabriskie in seinem 80s Einteiler und mit seinem Oliba an könnte man fast meinen die Straßenfahrer seien die wirklich coolen Typen.




offenburg_3436.jpg, originally uploaded by .


Positiv überrascht war ich von den Abfahrten auf dem Weltcup-Parcours. Wolfsdrop, Worldclass Drop, Northshore und Dual Speed sind weit härter als das, was ich noch aus meiner aktiven Zeit kenne. Trotz wirklich idealer Bedingungen (und super Streckenpräparation) zogen es einige Fahrer(innen) vor an diesen Stellen zu laufen. Das geht richtig ins Material, wie man auch an der gebrochenen Sitzstrebe sehen kann. Sicherlich wird mittlerweile auch viel mehr auf Leichtbau gesetzt aber überall an der Strecke waren Fahrer mit gebrochenen Rahmen zu sehen. Da die stark übergewichtigen Fahrer/Zuschauer abseits der Strecke trotz extremer Leichtbau-Teile (unglaublich was da rumfährt) scheinbar keine Haltbarkeitsprobleme hatten muss es wohl an Strecke und Fahrweise liegen.




offenburg_3437.jpg, originally uploaded by .


Komponenten die nach dem harten Renneinsatz immer noch funktionieren hilft Shimano nach. Im Anschluss an die Siegerehrung fuhr der Fahrer eines Shimano SUVs über einen auf der Fahrbahn liegenden Satz XTR Laufräder eines größeren Teams. Ist ziemlich laut wenn Speichen, Felgen und Naben zeitgleich platzen. Ob es sich um ein Versehen handelte, es eine neue Art der unangekündigten Belastungstests beim Kunden oder doch eher eine Showeinlage für die vielen Zuschauer war konnte ich nicht in Erfahrung bringen aber der Unfallverursacher nahm es im Vergleich zum betroffenen Team sehr gelassen versprach aber gleich ein neues Set vorbei zu bringen. Wer's hat der hat's.

Mehr Bilder wie immer bei flickr



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Donnerstag, September 27, 2007

UCI ROAD WORLD CHAMPIONSHIPS


David Zabriskie (USA), originally uploaded by .


Das Projekt ist abgeschlossen und der Umzug vollbracht. Die nächsten Tage bin ich in privater Mission unterwegs. Wer mich noch vor Sonntag treffen will muss schon an die Rennstrecke kommen. Mehr Bilder wie immer auf Flickr

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Dienstag, April 10, 2007

MINGA


Foto-0016_000, originally uploaded by .


Ich versuche ja ernsthaft mich wieder an Deutschland zu gewöhnen, aber dass es so hart werden würde hätte ich im Traum nicht gedacht. Es hat sicherlich auch Vorteile wieder hier zu sein aber so wirklich wohl oder gar zuhause fühl ich mich nicht. Alles sieht so verdammt aufgeräumt und leer aus, niemand ist auf der Straße und das obwohl diese in bestem Zustand sind.

Da Schwäbisch Gmünd ohne die Bahnhofs-WG und die Freunde von früher nicht mehr das gleiche und nach einer Millionenstadt wie Rio viel zu klein ist hab ich mich bei der ersten Gelegenheit nach München verdrückt. Natürlich kann man auch München, oder Minga, wie die Einheimischen sagen, nicht mit Rio vergleichen, aber das Programm wies dennoch erstaunliche Parallelen zu einem Wochenende in Rio auf.





Foto-0015_000, originally uploaded by .


Da wären zum Beispiel die Surfistas im Englischen Garten. Bei gefühlten -10°C - ich friere noch immer ununterbrochen - macht das Zuschauen nicht so viel Spaß wie am Strand von Arpoador, aber es gibt sie immerhin und das trotz Verbotsschild.




IMG_1518, originally uploaded by .


Ein Vorteil von Deutschland sind die Freunde die ich nun endlich wieder sehen kann. Mucho hab ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und deshalb gleich mehrfach in MUC getroffen. Samstags sind wir gemeinsam zum Spiel des KSC in die Allianz Arena.




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Krasse Hütte, viel steiler und kompakter als das Maracana in Rio und dennoch kam keine richtige Stimmung auf. Ob das nun an den Sicherheitsbestimmungen in Deutschland und den dadurch fehlenden Bengalischen Feuern liegt oder ob der Funke einfach nicht übersprang sei jetzt mal dahingestellt. Fakt ist dass ein halbvolles Maracana wesentlich mehr rockt als eine fast volle Allianz-Arena. Das Ergebnis lass ich jetzt mal unter den Tisch fallen. War ein beschissenes Spiel mit passendem Ausgang.




IMG_1535, originally uploaded by .


Hier noch ein Bild von der Außenfassade des Stadions. Da an diesem Abend 1860 München spielte war natürlich alles blau beleuchtet - beim FC ist das Stadion rot.



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Donnerstag, Oktober 05, 2006

MARACANÃ


Gestern hab ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Ich war im weltgrößten Fußballstadion, dem Estádio Mário Filho, besser bekannt als Maracanã-Stadion.
Mit von der Partie waren Lili (Ex-Gmuender), Jule (Ex-Gmuender), Dennis (Jules Freund) und Robin (Ex-Gmuender). Alex, ein Freund der WG, der auch bei Monobloco dabei war, haben wir vor dem Stadion getroffen.


Ursprünglich fasste das Stadion 220.000 Menschen aber da noch bis November für die Panamerika Spiele umgebaut wird dürfen derzeit nur 44.000 Fans rein (die unteren Ränge sind komplett gesperrt). Im Juli 1950 sahen hier 199.854 Zuschauer das WM-Finale zwischen Brasilien und Uruguay, aber die Freude über den neuen Weltrekord währte nur kurz; Brasilien verlor überraschend. Ein ganz schwarzer Tag für Brasilien.


Das Stadtderby zwischen Flamengo und Fluminense (Rio hat insgesamt vier Clubs in der ersten Liga) war ein vortrefflicher Anlass. Da Flamengo seinen Hauptsitz hier an der Lagoa hat, die Fans zahlreicher waren und wesentlich euphorischer sind haben wir uns trotz der geringeren Siegchancen auf ihre Seite geschlagen. Eine wahnsinns Stimmung! Selbst als Fluminense nach circa 10 Minuten das von allen befürchtete schnelle Tor machte (Dudu hatte einen klaren Sieg von Fluminense prognostiziert) wurde es nicht leiser. Und das war gut so. Flamengo schaffte im direkten Gegenzug den Ausgleich und rettete sich mit dem Unentschieden sogar in die Pause.


Was in der zweiten Halbzeit passierte kann wahrscheinlich bis heute niemand richtig glauben. Flamengo spielte in unsere Richtung, war von Anfang an wesentlich aggressiver und entwickelte enormen Druck. Nach einer viertel Stunde gelang ihnen der überraschende aber hochverdiente Führungstreffer. Fünf Minuten später erhöhten sie auf 3:1 und als in der 80. Minute sogar das 4:1 fiel gab es kein halten mehr. Jesus!


Bei der Stimmung war es völlig egal, dass die Partie nicht einmal Zweitliga-Niveau hatte. Aber was will man auch in einem Land erwarten das jedes Jahr circa 800 Fußballer exportiert! Da bleiben nur alte, schwache und ein paar ganz junge Spieler übrig. Ein wahnsinns Erlebnis war es trotzdem. Wenn die Qualifikation zur Südamerika Meisterschaft los geht will ich auf jeden Fall ein Spiel der Nationalmannschaft sehen. Wenn möglich nach dem Umbau, mit 94.999 anderen Brasilien-Fans!


Hab auch ein Video auf YouTube (Links, rechts) hochgeladen, das ihr auch hier unten sehen könnt. Mehr Bilder auf meiner Flickr-Seite!

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THE ROOF IS ON FIRE


Flamengo 4 : 1 Fluminense

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