Ich mag Lance wirklich nicht. Ich gehöre sogar der Gruppe "People who believe Lance Armstrong shouldn't return to cycling" in facebook an. Ich kann mir keinen uncooleren Radfahrer vorstellen als diesen arroganten, hassgetriebenen Amerikaner und über illegale Mittel zur Leistungssteigerung muss man bei ihm mit gar nicht erst reden.
Um so erstaunter war ich als ich in einer Folge von MASH SF, einem meiner Lieblings-Fixedgear-Blogs, plötzlich den damals noch pensionierten Herrn Armstrong auf nem Singlespeeder durch die Gegend radeln sah. Diese Methode der Motivationssteigerung ist zwar auch illegal, aber Herr Armstrong benutzte im Gegensatz zu den echten MASH-Mitgliedern eine Bremse ;-)
Mittwoch, Januar 28, 2009
MASH SF
Samstag, Januar 10, 2009
BEIHOFER.COM
Finally! Das Portfolio ist fertig und bald gehen die ersten Bewerbungen raus. Amsterdam, Berlin, München, London, Stuttgart und Zürich sind im Lostopf. Die Stadt allein macht nicht das Rennen. Ich geh auf jeden Fall zu der Agentur mit dem besten Gesamtpaket. Mal schauen was am Ende raus kommt.
Samstag, November 29, 2008
Montag, November 24, 2008
EINGECHECKT
Langsam aber sicher geht die Jobsuche in die heise Schlussphase. Nachdem das Online Portfolio quasi fertig ist und die ersten PDFs bald raus gehen war ich letzte Woche auf ein Kennenlern-Gespräch bei Designerdock in München.
Da es sich hierbei um eine auf "Kreative" spezialisierte Personalvermittlung und nicht um eine Agentur mit ausgeschriebener Stelle handelt kann ich noch keine konkreten Aussagen machen. Als mögliche Einsatzziele gab ich Zürich, Stuttgart, München und Berlin an. Da die Städte aber untereinander in Konkurrenz stehen (die dortigen Designerdock-Büros sind nur über ein Franchise verbunden) und ich natürlich weiterhin auch selbst Büros anschreibe sind sie schon mächtig unter Druck. Auch deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass mir Designerdock bald das ein oder andere Angebot vorlegen wird. Man darf gespannt sein!
Mittwoch, November 05, 2008
US ELECTION 08
In letzter Zeit musste ich mich immer wieder über die Nachrichtensendungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern aufregen (der Anteil der Beiträge "von öffentlichem Interesse" - also Boulevard - ist mir definitiv zu groß), aber was ich im Rahmen der US-Präsidentschafts-Wahl beim amerikanischen Sender CNN entdeckte schlägt dem Fass den Boden aus.
Trotz Wahlcomputern und Unregelmäßigkeiten bei den vergangenen Wahlen scheint man sich in den Vereinigten Staaten relativ wenig Sorgen um die Glaubwürdikeit von Fernsehbildern zu machen. Da wird dem Zuschauer in der langweiligen Wahlnacht auch mal ein Hologramm als technische Neuigkeit präsentiert und mit Stolz Vergleiche zu Prinzessin Leia gezogen. Das sieht nicht nur peinlich aus sondern ist auch wirklich peinlich. Hier das Video dazu:
Montag, Oktober 20, 2008
PORTFOLIO V2.1
Da es schon lange keine neuen Berichte mehr gab und sich die wenigsten was darunter vorstellen können, wenn ich sage dass ich derzeit mein Portfolio mache, berichte ich jetzt aus meinem Alltag.
Letzte Woche hab ich die noch nicht fotografierten Arbeiten abgelichtet. Gar nicht so einfach, wenn man kein Studio und kein Equipment zur Hand hat. Hab mir dann mit nem Fotokarton und drei Styropor-Platten einen Fototisch gebaut und dank der DSLR des Ex-Freundes meiner Mutter wurden die Bilder auch mit der Schreibtischlampe ganz gut. Aber das dauert echt ewig, man muss auch erst mal Testbilder aller Projekte machen, die am Rechner beurteilen und dann aus unterschiedlichsten Winkeln / Perspektiven jede Menge Fotos schießen.
Mehr Bilder von meinen Arbeiten und hoffentlich viele Berichte von Vorstellungsgeprächen in interessanten Städten bald in meinem Online-Portfolio unter beihofer[dot]com.
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Labels: break, design, Gestaltung, personal, stuttgart
Mittwoch, September 10, 2008
EUROBIKE DESIGN REVIEW
Nachdem Beitho und ich vergangenen Samstag auf einer Hochzeit im Allgäu waren beschlossen wir auch aufgrund des miesen Wetters am folgenden Sonntag zur Eurobike nach Friedrichshafen zu fahren. Ganz so "um die Ecke" wie wir uns das vorstellten und der eine oder andere Peichl behauptet war der Bodensee natürlich nicht, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Der große Trend (wie nur unschwer zu vermuten) war natürlich das Singlespeed- oder Fixed Gear Bike (Bahnrad). Nachdem man selbst in den doch eher rückständigen, deutschen Metropolen kaum mehr an ihnen vorbei kommt waren auch auf der Eurobike extrem viele dieser Räder zu sehen. Kaum ein großer Stand der ohne eines dieser Räder auskam und wer keine eigenen im Programm hat lieh sich welche von anderen Herstellern um sein eigenes Image aufzupolieren. Am beliebtesten waren die Bikes der Karlsruher Marke FIXIE INC aber da so viele Besucher um die sehr schön aufgebauten Räder standen war es fast unmöglich ein anständiges Bild zu machen.
Doch nicht alle kamen so authentisch daher wie Charge. Besonders cool und trendy wollte wohl Specialized sein und bot gleich zwei unterschiedliche Fixies an. Die Farben sind auf jeden Fall schön und die zwei Zahnkränze am Hinterrad sind sicher auch nicht dumm. Aber erstens kann ich mit solch schwachsinnigen Pseudo-Texten wie hier auf der Kettenstrebe zu sehen gar nichts anfangen. Da baut man ein reduziertes Bike und klatscht es anschließend mit Nonsens voll. Ich mag Typo aber wer zum Henker braucht die New Yorker Taxi-Preise auf dem unteren Ende seines Unterrohrs?
Und zweitens ist es doch albern einen auf Rough, Handmade und New York zu machen, wenn groß und fett der Name eines riesigen Massenherstellers aus Morgan Hill auf dem Unterrohr steht. Das hat nun wirklich nichts mehr mit den Fahrradkurrieren aus New York als Ursprung dieses Trends zu tun. Da bringt auch der auf dem Oberrohr abgedruckte New Yorker Taxi-Fahrer-Ausweis nichts, aber vielleicht reicht das dem Schnösel von der Straße damit er sich in Hannover, Heilbronn oder Düsseldorf wie in New York City fühlt. Meiner Meinung nach der Ausverkauf einer .... ach egal!
Ähnlich pseudo-urban aber nicht halb so peinlich kam Mavic mit ihrem neuen Crossmax SX Laufradsatz daher. Florale Muster sind zwar schon seit Ewigkeiten nicht mehr hip, aber man hat sich wenigstens Mühe gegeben, was ich bei Specialized nicht erkennen konnte.
In der Mode und im Design längst schon tot feierte auch die schwarz-goldene Farbkombi auf der Eurobike eine erstaunlich große Party. Ob bei Scott, Orbea, Ghost oder anderen (meist mit olympischem Edelmetall versehenen) Herstellern an dieser Sonderfarbe hatten sie alle ihren Spaß, was sich nicht nur an Bikes und Deko sondern auch an den unzähligen Slogans wie "Go for Gold" oder "Ready for Gold" widerspiegelte. Gut aussehen kann es ja trotzdem, vorallem wenn man es mit einer gekonnten Helvetica-Kreation kombiniert, wie man auf dem Dämpfer und sehr klein auch auf der Innenseite der Kettenstrebe oder der Rückseite des Sitzrohres sehen kann.
Doch Gold allein macht weder glücklich noch ein tolles Design. Dass die Italiener teilweise einen sehr eigenen Geschmack haben weiss jeder, der schon einmal auf der MILAN DESIGN WEEK war. Aber was Fondriest ablieferte war wirklich erstaunlich hässlich.
Die wirklich hippen Farben fielen mir hauptsächlich bei sehr kleinen Herstellern und natürlich bei Commencal auf. Yeti ist mit seiner türkis, schwarz-weiß Kombi ebenfalls weit vorne und Bianchis Räder sind derzeit auch, aber nicht nur wegen der trendigen Farbe "Celeste" sehr gefragt was den PISTADEX weiter steigen lassen wird.
Einen ungewöhnlichen Umgang mit Typo bietet auch Pinarello auf seinem Spitzenmodell Prince. Je nach Farbe steht entweder der Name des Hersteller oder der Name des Modells auf dem Unterrohr. Oder liegt es an der Ausstattung oder an der Seite? Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, der Rahmen ist auf jeden Fall der gleiche. Dass dies kein Versehen ist zeigen die Zeitfahrmaschinen, die teilweise sogar nur mit einer Abkürzung des Markennamens also nur "Pina" daherkommen.
Natürlich hatte Pinarello auch das Rad des spanischen Meisters mit der gelb-roten Sonderlackierung auf ihrem Stand. Man verzichtete aber auf Grund möglicher Erklärungsnöte darauf seine Abkürzungen "Valv" oder "Piti" auf das Unterrohr zu schreiben. Das wäre ja auch zuviel des Guten, schließlich soll sein Köter keine schlafenden Hunde wecken...
Profiräder waren bei den Ausstellern allgemein sehr beliebt. Jeder Hersteller der irgendetwas mit einem Profiteam zu tun hatte wollte das möglichst individuell lackierte Rad seines Stars ausstellen (das Rosa Giro-Rad von Contador war gleich an mehreren Ständen zu sehen).
Eine Besonderheit, die mir so noch nie aufgefallen war sind diverse Maskotchen wie z. B. ein Yeti oder Slogans auf dem Oberrohr. In diesem Fall "You can do it", was den Fahrer eines Simplon-Rahmens motivieren soll. Aber wenn der Kopf schon mal so tief hängt, dass der Slogan in Sichtweite gerät, ist die Typo auch nicht wirklich überzeugend (zu klein, zu feine Strichstärke und zu runde Formen).
Wenig spektakulär, aber dennoch erwähnenswert: das Sunn Finest. Nicht weil sie kleine Diamanten in den Markennamen setzen (...), sondern weil sie zu den Wenigen gehören, die wissen wie man mit Typo umgehen sollte. Die Ligatur beim Modellnamen absolut top, bei s und t in einer Serifenschriften eventuell auch möglich aber kein Muss.
Es gibt viele Hersteller, die die Helvetica mittlerweile ganz gut einsetzen. BMC aus der Schweiz (!) ist einer davon. Canyon hat mit Sicherheit eine der spannendsten Typos. Schade, dass ganz oben an ihrem Stand ein Buchstabe fehlte und der einzige Durchgang auf ihrem Stand so eng war, dass man kaum durch kam und kein Bild von ganzen Rädern machen konnte. Dennoch ein toller Stand.
Zu meinen persönlichen Highlights gehörten die Bikes der holländischen Marke Van Nicholas. Die Modellpalette ist nicht mit denen großer Firmen zu vergleichen aber auch sie haben Singlespeeder und 29" Bikes im Angebot. Was noch viel beeindruckender ist, sind die vielen kleinen Details, die die sehr schlicht gehaltenen Titanium-Rahmen zu kleinen Schmuckstücken machen. So tauchen an den Sockeln für die Scheibenbremse, den Ausfallenden oder Sitzstreben immer wieder kleine gefräste Vs auf und selbst bei der Sattelklemmung geht man eigene Wege.
Ein weiterer Favorit ist der Stand des Rohrherstellers Columbus. Einfache Holzkästen mit einfacher Auskleidung, schwarz mit weißer Typo und einer Sonderfarbe. Dazu große Schwarzweiss Fotografien.
Die Kombinationen von handgezeichnetem Logo und ziemlich strenger Schrift, von offenem Holz und Neonlack sieht toll aus. Sehr klar, sehr authentisch, sehr billig und dennoch sehr schön. So einfach kann gute Gestaltung sein.
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Labels: cycling, exhibition, germany, sport
Dienstag, August 12, 2008
GARDASEE FAZIT
Ich weiss nicht genau mit was für Erwartungen ich eigentlich in diesen Urlaub gefahren bin, aber so hatte ich mir den Gardasee mit Sicherheit nicht vorgestellt.
Zum einen muss ich sagen haben mich die Ortschaften Riva und Torbole positiv überrascht. Zumindest die Ortskerne sind viel idyllischer als ich dachte. Trotz der Hochsaison schien mir das alles nicht so wahnsinnig überlastet und auch das befürchtete Gedränge auf den Trails war so nicht eingetreten. Die Berge waren auf jeden Fall knackiger als Beithos Schilderungen aus dem Frühjahr vermuten liesen, was mich auch schon zu meinem Haupt-Kritikpunkt bringt.
Die Region war in unserer Situation nicht gerade das beste Trainingsgelände. Grundlagen schaffen, lang fahren, Kilometer machen und dabei möglichst viele Kalorien verbrennen geht im Flachen nun mal wesentlich besser als in den Bergen. Wir waren nach zwei bis drei Stunden Anstieg immer schon ordentlich bedient und mehr als den selben Berg wieder hinunter fahren war seltenst drin (ein einziges mal wurde ein kleiner zweiter Berg gefahren). Alles andere hätte bedeutet, dass man die Abfahrt auch wieder hoch fahren muss und mehr als 700 Hm waren dieses mal einfach nicht drin. Wer am Gardasee richtige Touren machen will muss auf jeden Fall schon Fitness mitbringen.
Nichts desto trotz war es eine sehr angenehme Woche. Die Unterkunft war nahezu perfekt, die Erholung kam nicht zu kurz, das biken war richtig gut und Motivation konnten wir auch jede Menge tanken. Das nächste mal pack ich den Beitho vielleicht ;-)
Sonntag, August 10, 2008
B-TWIN WM 2008 - PART04
Am darauf folgenden Tag wollten wir es locker angehen lassen. Das Knie war dank der schnellen Kühlung wieder abgeschwollen, aber ich traute dem ganzen noch nicht so richtig. Da ich am Vortag eine meiner Trinkflaschen verlor, was wir erst in Riva bemerkten, beschlossen wir zuerst einmal wieder Richtung Arco und dann in den Wald von Ceniga, wo der Sturz passierte, zu fahren.
Beitho wartete mit den Rädern am Ende der Abfahrt und ich stieg alleine den Berg hinauf. Als ich die Stelle gefunden hatte machte ich ein paar Bilder (siehe PART03) und suchte nach meiner Flasche. Ich war wohl nicht der Erste der an diesem Stein abflog, denn selbst zehn Meter die Böschung hinunter gab es einige Anzeichen für Radfahrer (Müsliriegel und weitere Flaschen).
Es lief besser als ich dachte und nachdem Beitho und ich wieder in Torbole / Riva ankamen beschlossen wir die Ponale hoch und bis nach Biacesa di Ledro zu fahren um die andere Seite der Schlucht zu erkunden. Probleme hatte ich an diesem Tag weder mit dem Knie noch mit der Kraft (der Anstieg war dank der Serpentinen nicht zu steil). Leider war ein Großteil des Downhills zumindest ohne Federgabel nicht fahrbar. Ob diese Einschätzung an dem Sturz lag würde ich verneinen. Selbst Beitho, der nicht gestürzt war und über 100mm Federweg verfügt sprach sich noch vor mir für Schieben aus.
Es sollte nicht die einzige (für uns) unfahrbare Strecke auf dem Weg in Richtung Pregasina bleiben. Diesen Trail (s.o.) benutzen hoffentlich nur Wanderer, denn viel mehr als auf diesem Bild zu sehen ist gibt es nicht. Kommt man von dem doch sehr schmalen Weg ab geht's locker 200 Meter tief direkt in den See. Aber ich befürchte es gibt bestimmt genug Wahnsinnige die diesen Singletrail trotzdem fahren.
Auf der letzten Abfahrt des Tages deutete sich dann schon an, was am nächsten Morgen Gewissheit sein sollte. Das Knie fing wieder an zu schmerzen und selbst die Ponale sollte am folgenden Tag schon zuviel des Guten sein. Wir beschlossen so viel wie möglich flach zu fahren, was am Gardasee schwierig ist und bis Navene nur durch unzählige, natürlich unbeleuchtete Tunnels auf der stark befahrenen Küstenstraße geht. Ab Navene gibt es zwar einen Radweg der auch direkt am See entlang führt aber aufgrund der vielen Badegäste und Fußgänger zur Hauptsaison nicht wirklich Sinn macht. Wir wechselten dann wieder auf die mittlerweile tunnellose Straße aber es ist schon komisch an den Gardasee zu fahren um dann mit dem MTB in Einerreihe auf Asphalt rumzudüsen. Anyway. Wir gingen auch so platt und waren aufgrund der Knie- und Sitzbeschwerden letztendlich auch ganz froh, dass dies der letzte Trainingstag war.
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Samstag, August 09, 2008
B-TWIN WM 2008 - PART03
Überschattet wurde der erste Tag nach unserem Verona-Ausflug von einem Sturz (Ja, Wim. Jetzt gibt's endlich Blut!!!).
Aber fangen wir vorne an. Da wir nicht den gleichen Fehler wie zwei Tage zuvor machen wollten suchten wir uns dieses mal eine Strecke aus, die zumindest auf den ersten fünf, sechs Kilometern flach und gemütlich war. Wir fuhren nach Torbole und von dort aus den Fluß (Sarca?) entlang bis nach Arco, eine aufgrund seiner Felsen als Kletterparadies bekannte Stadt. Der eigentliche Einstieg dort - ein Kreuzweg - war auch dieses mal nicht von schlechten Eltern. Aber ich lies es ruhig angehen und schob die ganz harte Rampe gemütlich hoch. Nicht wissend, dass dies die überwiegende Beschäftigung auf dieser Tour bleiben sollte.
Mangels Tacho waren die Angaben aus dem Moser Bike Guide nur schwer zu verfolgen ("Waren das jetzt 1,7 km oder ist es der Weg dort vorne?") was uns dazu verleitete einen Trail bergauf zu gehen der schon zu Beginn schmal, steil und sehr grob war. Je länger wir liefen desto schlimmer wurde der Weg. Aus Schieben wurde Tragen, aus Laufen Klettern, bis irgendwann hinter einer Hecke ein Abhang das endgültige Ende des nicht mehr erkennbaren Weges markierte.
Zurück am oberen Ende des Kreuzweges fanden wir dann ein paar Meter bergauf doch noch den beschriebenen Weg und folgten ihm den Berg hinauf. Was folgte war wohl eine der geilsten Singletrail-Abfahrten die ich je gefahren bin und das obwohl der untere Teil nicht mehr als lustig gelten kann und mir dann kurz vor Schluss auch zu viel wurde. Während am Anfang noch leicht feuchter Waldboden mit wenig Wurzeln die Strecke ausmachte wurde es nach unten immer steiniger. Der Hang wurde immer steiler und die Brocken immer größer. Ich versuchte die Kontrolle über mein Rad zu behalten aber trotz minimalem Bremseinsatz brach das Hinterrad immer wieder seitlich aus. Als ich nach zwei Kurven und einem kleinen Absatz für den ich die Bremsen lösen musste zwei große Gesteinsbrocken vor mir auftauchen sah war der Sturz schon vorprogrammiert. Dem ersten konnte ich noch ausweichen aber das Gefälle war viel zu groß, ich konnte meinen Schwerpunkt nicht weiter nach hinten verlagern und mein Versuch das Vorderrad über den zweiten zu heben scheiterte kläglich.
Ich flog über den Lenker, überschlug mich und rutschte seitlich die Böschung hinunter. Kurzer Check, noch alles dran, schnell wieder hoch klettern, aufs Rad und weiter (Beitho hatte schon gerufen). Der Rest der Abfahrt war ein Desaster, ich bin da irgendwie runter gekommen aber die Sicherheit war auf jeden Fall nicht mehr da. Unten wartete Beitho und nach einer ersten Beschreibung säuberte ich kurz das dreckverschmierte, blutende Knie. Da es schnell dicker wurde und mittlerweile auch schmerzte erklärte ich die Tour für beendet und wir rollten flach nach Riva zurück.
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Freitag, August 08, 2008
LIEBLICHES VERONA
Endlich Ruhetag! Und damit Zeit für ein bißchen Abwechslung. Statt Natur pur gab's Kultur satt. Wir brachen gleich morgens mit dem Kadettilac in Richtung Verona auf um uns die weltberühmte Arena und natürlich auch die Häuser von Romeo und Julia anzuschauen.
Um es vorwegzunehmen, das klingt jetzt viel romantischer als es in Wirklichkeit ist. Wenn ihr also jemals eine romantische Städtereise mit wem auch immer machen wollt, geht nicht nach Verona!
Denn was einen vor Ort erwartet hat mit dem von Shakespear beschriebenen Szenario nichts zu tun und selbst die Schauplätze der Originalcharaktere lassen kaum Romantik aufkommen.
Kein schönes, unter Denkmalschutz stehendes Gebäude sondern ein eher unscheinbares und ziemlich herunter gekommenes Gebäude dieses Casa di Giulietta Capuletti. Hässliche Automaten mit Telefonhörern und mini Displays an den verschmierten Wänden erzählen die Geschichte nach Shakespear in sechs unterschiedlichen Sprachen und blockieren den Zugang unnötig. Wem das Menschenaufkommen hier noch nicht zu hoch ist, der kann weiter in den Innenhof des Hauses laufen. Oder besser gesagt sich dort hin treiben lassen.
Wurde man von der Menge in den Hof gespült sieht es dort auch nicht viel besser aus. Touristenführer, die sich gegenseitig zu übertönen versuchen und ihre wirklich albernen Erkennungszeichen vor jedes Objektiv strecken gibt es hier auf jeden Fall wie Sand am Meer (ich kann nicht glauben, dass ich es wirklich schaffte nur einen im Bild zu haben).
Getoppt wird das nur durch alte, richtig dicke Männer, die sich dabei fotografieren lassen wie sie der Julia(-Statue) lüstern an ihren (Bronze-)Brüsten rumfingern oder so tun als ob sie daran lecken... Ach ja, der Balkon ist übrigens Fake, den hat man wegen der Touristen und Shakespears Version der Geschichte nachträglich am Haus anbringen lassen.
Nun ja, nicht unbedingt das was man erwartet, aber mit Beitho im Schlepptau war ich eh nicht auf Romantik aus.
Wesentlich ruhiger sieht es am Haus der Familie Montecchi (a.k.a. Montague) aus. Das mag vielleicht daran liegen, dass es dort keine Statue zum begrabschen gibt (es gibt keinen Zugang in den Hof) oder es liegt einfach daran, dass man das einst hier hängende Schild mit der Aufschrift "Casa di Cagnolo Nogarola - detto Romeo" entfernt hat. Ausser ner Mauer und einem ebenfalls neuen Balkon also gar nichts zu sehen, aber dafür wenigstens kein Gedränge.
Ein kompletter Fake ist auch das Grab der Julia. Das Original dieser Kirche wurde im Krieg von Den Deutschen zerstört und den für den Nachbau fälligen Eintritt wollten wir dann doch nicht zahlen. Das Geld sparten wir uns lieber für den Eintritt in die Arena von Verona.
Die Arena bildet gewissermaßen das Herzstück der Altstadt. Berühmt wurde sie durch die im Sommer stattfindenden Opern-Vorstellungen. Zwei Monate lang werden hier im täglichen Wechsel Nabucco, Aida, Tosca, Carmen und Rigoletto geboten. Spätestens am Abend, wenn sich langsam das Opern-Publikum auf dem Platz davor und all jene, die keine Karte mehr ergattern konnten in den angrenzenden Cafés und Restaurants einfinden ist das mit Sicherheit einer der stimmungsvollsten Orte der Stadt. Rund um die Arena stehen riesige Teile der unterschiedlichen Kulissen und geben einen groben Eindruck von dem was drinnen alles aufgebaut wird. Der Innenraum ist wirklich beeindruckend groß und die Kulisse zu der auch die Dächer Veronas gehören sucht mit Sicherheit ihresgleichen. Apropos Kulisse: die Sachen auf der Bühne sind - der aufmerksame Leser ahnt es schon - natürlich alle nur Fake
;-)
Donnerstag, August 07, 2008
B-TWIN WM 2008 - PART02
Der nächste Tag sollte schon der Höhepunkt der ersten Dreier-Steigerung werden, was uns angesichts der wenigen Höhenmeter auf dem Weg zum Lago di Tenno anfänglich noch skeptisch machte. Los ging es bei Fedrigoni - der großen Firma im Vordergund - einem der besten Papierhersteller weltweit (ich arbeite hauptsächlich mit ihren Papieren), den wir dort zufällig entdeckten.
Das mit der Skepsis war dann aber auch schon nach ner viertel Stunde vorbei. Verdammt, ich hab ja nichts gegen Olivenhaine und Teer ist bei steilen Anstiegen auch ganz nett, aber DAS war dann doch zu viel für meinen Geschmack. Ich bin schon einige steile Rampen gefahren, aber das war ne verf***te Wand. Ganz am Anfang einer Tour will man natürlich nicht gleich mit schieben anfangen auch wenn man die Kurbel gerade so noch rum kriegt und der Anstieg nicht enden will. Eine schlechte Idee wie sich noch zeigen sollte ...
Nach dem ersten Teil des Anstiegs beschloss ich die tollen Vorschläge des Moser zu ignorieren und ab sofort die Straße mit ihren relativ humanen Serpentinen zu nutzen. Nach ner Stunde war dann noch immer kein Ende in Sicht, aber Beithos Ratschläge ("Schalt doch mal leichter" - ich war schon ne Stunde im ersten Gang unterwegs) wurden immer leiser und wir erreichten endlich Pranzo.
Blick zurück Richtung Gardasee. Verdammt warum sieht das so flach aus?
Pranzo ist ein kleines Dorf auf dem Weg auf der Höhe von Tenno, leicht unterhalb unseres Tagesziels, dem Lago di Tenno. Da ich aber nicht wusste was uns dort oben (und schon gar nicht auf der Abfahrt) erwartet machte ich fleißigst Bilder von dem "ach so verschlafenen" Bergdörfchen... (mehr davon wie immer bei Flickr)
Und bevor ihr fragt: JA, ich wollte Zeit schinden um mich erholen zu können.
Der restliche Anstieg ging dann doch ganz gut. Der Berg wurde immer flacher und sooo lang wie Beitho beschrieben hatte zog sich die Strecke dann wieder nicht. Den eigentlichen Höhepunkt unserer Tour, den verführerisch smaragdgrünen Bergsee, müsst ihr euch jetzt denken. Da Fahrräder am See nicht erlaubt sind und wir keine Lust hatten großartig Pause zu machen fuhren wir nach kurzer Besichtigung aus der Ferne gleich weiter nach Canale di Tenno.
Dort angekommen wussten wir auch gleich, was es mit der komischen Wegbeschreibung auf sich hatte. "Durch erstes Tor durch, nach dem zweiten Tor links halten, durch den Tunnel durch und Anstieg nach rechts. Nach 10 Meter weiteres Tor, anschließend rechts halten..."!
Auch wenn wir einen Tag vor dem "Rustico Medioevo", dem jährlich stattfindenden Fest mit mittelaltericher Musik dort waren - die Idylle war auch so schon fast perfekt. Mal abgesehen von ein, zwei Regenrinnen hat sich in Canale in den letzten 500 Jahren auf den ersten Blick nichts verändert.
Ganz hübsch und idylllisch, aber die Belohnung für stundenlanges Bergauffahren wartete in Form einer ewig langen Serpentinen-Abfahrt vorbei an der Burg von Tenno direkt nach Riva del Garda.
Der letzte Anstieg des Tages hinauf nach Nago und die finale Abfahrt blieben fotografisch undokumentiert. Vielleicht auch besser so. Das war mit Sicherheit mein schwächster Tag und Beitho wurde nachdem ich schon zu Beginn ganz offensichtlich Federn lassen musste nicht müde zu erwähnen wie gut er sich fühle und dass seine Beine endlich aufgegangen seien...
Und weil ich eh schon grau und noch nicht genug genervt war machte er mich mit seinem Geeiere total irre. Ständig schaltete er hoch in den dritten (der zweite geht nicht obwohl er garantiert alles richtig eingestellt hat), gab Gas, fuhr zwanzig Meter vor um sich dann locker spulend wieder einholen zu lassen. Wenn man schon seit morgens versucht irgendwie den ersten Gang zu drücken und die Kraft immer mehr nachlässt kann einem so was schon mächtig auf den Sack gehen.
Er bekam dann freie Fahrt und musste nicht mehr auf mich warten. Weiter als 20 Meter kam er trotzdem nie weg, hielt aber von nun an den Abstand und sein Tempo überraschen konstant, auch ohne den schuldigen zweiten Gang. Wie gesagt, nicht mein Tag!
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Mittwoch, August 06, 2008
B-TWIN WM 2008 - PART01
Den ersten Tag nutzten wir zur Anreise und um uns zu aklimatisieren. Am zweiten Tag vergass ich auf der Tour nach Pregasina schlicht und ergreifend meine Kamera auszupacken, weshalb ich hier mit dem dritten Tag und unserer Tour zum Lago di Ledro beginne.
Beitho lies es wie immer eher locker angehen - 4 Zähne machen nen gewaltigen Unterschied - während ich eigentlich ab Riva schon im ersten Gang fuhr und schauen musste, dass ich die Kurbel rumkrieg.
Die langen Anstiege wie die Ponale waren nicht das Problem doch es gibt einige giftige Rampen die einem untrainierten Beirai mit ungeeigneter Übersetzung auf kurz oder lang die Kraft und Moral rauben. Meine fehlende Ortskenntnis und Beithos irritierende Kommentare zur Länge des Anstiegs (6≠4≠2) verfälschten die Bergwertung dermaßen, dass eine Wertung bei der Bergankunft nicht möglich war.
Der See (Lago di Ledro) ist eigentlich ganz cool. Wesentlich ruhiger gelegen als der Gardasee aber mindestens genauso schön. Wir sind eine kleine Runde gefahren und machten uns dann mangels flacher Radwege wieder auf den Weg zurück nach Riva.
Während ich am Tag zuvor bei der Abfahrt noch Pausen einlegen musste (die Querrillen in den Betonwegen machten Wackelpudding aus meinen Oberarmen) lief es auf Teer und Schotter an diesem Tag wesentlich besser. Aber man muss richtig gut aufpassen. Einige Stellen der Ponale sind nicht wirklich gesichert, auf der rechten Seite geht es rund 300 Meter in die Tiefe, immer wieder taucht Gegenverkehr auf, die Spurrillen sind auch nicht ohne, der tiefe Kies in den man gerät, wenn man eine Kurve nicht sauber erwischt bremst zwar ganz gut ab aber erschwert gleichzeitig auch das Lenken. Das lässt einen dann doch eher wie Wim abfahren.
Der Beweis für Wimson: kein dicker, schwabbelnder aufs Oberrohr hängender Bauch ;-)
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Montag, August 04, 2008
GARDASEE
In den nächsten Tagen werden immer wieder Berichte aus unserem Urlaub am Gardasee folgen. Welcher der Gebrüder B aus B am Berg die Nase vorne hat und wer wen den Abhang runter stürzt erfahrt ihr sobald die Bilder alle hochgeladen und die Wunden alle verpflegt sind. Stay tuned!
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Sonntag, Mai 04, 2008
MTB WORLD CUP
Nachdem ich letzten Samstag mit dem MTB durch die umliegenden Wälder fegte beschloss ich Sonntags zum zweiten Lauf des UCI Mountain Bike World Cups in Offenburg zu fahren.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren war das Wetter dieses mal unschlagbar gut und die Strecke halbwegs trocken. Das Frauen-Rennen konnte ich noch nicht so richtig verfolgen, da ich erst nach dem Start ankam und mich erst einmal mit der Strecke vertraut machen musste (große Überraschungen waren eh nicht zu erwarten). Die hübscheren Bilder sind aber definitv bei der Damenkonkurrenz entstanden
Auch das Rennen der Männer sollte keine Sensation beinhalten, Absalon vor Sauser - wer hätt's gedacht - aber es war doch sehr witzig mal wieder bei einem großen MTB-Rennen zu sein. Seit der WM in Kirchzarten hatte ich kein großes Rennen mehr besucht und es hat sich wirklich einiges verändert. Ich war schon ein bißchen überrascht wie glatt der Sport mittlerweile ist. Wirklich coole Typen wie einst Ned Overend sind nicht mehr zu finden. Irgendwie sehen die Jungs alle gleich aus und im Vergleich zu den Straßenfahrern gibt es auch fast keine Unterschiede mehr. Ganz im Gegenteil, schaut man sich Absalon und Zabriskie in seinem 80s Einteiler und mit seinem Oliba an könnte man fast meinen die Straßenfahrer seien die wirklich coolen Typen.
Positiv überrascht war ich von den Abfahrten auf dem Weltcup-Parcours. Wolfsdrop, Worldclass Drop, Northshore und Dual Speed sind weit härter als das, was ich noch aus meiner aktiven Zeit kenne. Trotz wirklich idealer Bedingungen (und super Streckenpräparation) zogen es einige Fahrer(innen) vor an diesen Stellen zu laufen. Das geht richtig ins Material, wie man auch an der gebrochenen Sitzstrebe sehen kann. Sicherlich wird mittlerweile auch viel mehr auf Leichtbau gesetzt aber überall an der Strecke waren Fahrer mit gebrochenen Rahmen zu sehen. Da die stark übergewichtigen Fahrer/Zuschauer abseits der Strecke trotz extremer Leichtbau-Teile (unglaublich was da rumfährt) scheinbar keine Haltbarkeitsprobleme hatten muss es wohl an Strecke und Fahrweise liegen.
Komponenten die nach dem harten Renneinsatz immer noch funktionieren hilft Shimano nach. Im Anschluss an die Siegerehrung fuhr der Fahrer eines Shimano SUVs über einen auf der Fahrbahn liegenden Satz XTR Laufräder eines größeren Teams. Ist ziemlich laut wenn Speichen, Felgen und Naben zeitgleich platzen. Ob es sich um ein Versehen handelte, es eine neue Art der unangekündigten Belastungstests beim Kunden oder doch eher eine Showeinlage für die vielen Zuschauer war konnte ich nicht in Erfahrung bringen aber der Unfallverursacher nahm es im Vergleich zum betroffenen Team sehr gelassen versprach aber gleich ein neues Set vorbei zu bringen. Wer's hat der hat's.
Mehr Bilder wie immer bei flickr
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