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Freitag, November 03, 2006

LAGEBERICHT

Ich bin mittlerweile seit drei Monaten in Rio de Janeiro und fühl mich jeden Tag hier wohler. Ich bin wesentlich gelassener wenn mal etwas nicht ganz so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe oder sich jemand verspätet. Das Wetter in den letzten zehn Tagen war der Hammer und selbst jetzt bei anhaltendem Regen haben wir nachts noch über 20°C. Da ich Deutschland im Sommer verlassen hab vergess ich ständig, dass schon November und bei Euch somit bitterkalt ist.

Ich weiss dass Rio nicht so sicher ist wie Gmünd und dass man aufpassen muss, aber unsicher fühl ich mich eigentlich nicht. Ich nutze ganz normal die Metro, den Omnibus und nachts auch mal einen Minibus oder ein Taxi. Die Anzahl der Szenen auf der Straße, die mich wirklich schockieren haben klar abgenommen. Arme, obdachlose Menschen und Unfälle gehören zum alltäglichen Straßenbild. Aber es gibt auch Sachen, an die man sich bestimmt nie gewöhnt...


Die Menschen, die in diesem städtischen Transporter sitzen sammeln von Beruf Leichen ein. Und dass das nicht nur altersschwache Menschen sind sieht man dem Fahrzeug auch von außen an (das ist kein Rost am Heck des Wagens).

Für Leute mit starken Nerven habe ich hier auch noch einen Link zu einem Video, das Bilder aus dem alltäglichen Leben eines Militärpolizisten in Rio zeigt. Das ist nicht mein Rio, aber trotzdem ein großer Teil der gleichen Stadt.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Aha, also so richtig habe ich das nicht verstanden - gefährlich ist es nicht, aber hauptamtliche Leicheneinsammler gibt es trotzdem!?
Ich gebe es auf, die Umstände von hier aus verstehen zu wollen und vertage das lieber auf in 5 Wochen! :-)

hat gesagt…

ungefährlich ist nicht! man muss auf jeden fall wachsam sein, aber man kann sich dem anpassen. und leichensammler wird es auch in europa geben.